ICD-Diagnoseauskunft

Die Abkürzung ICD steht für "International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems". Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat diese Klassifikation erstellt.

 

Ihr behandelnder Arzt verschlüsselt entsprechend die Diagnose zum Beispiel auf Ihrer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, die Sie Ihrer Krankenkasse vorlegen. Sie haben hier die Möglichkeit, sich den vollständigen Diagnosetext anzeigen zu lassen.

 

Auch als App für Mobiltelefone

Beachten Sie bitte, dass die Felder, die mit einem* gekennzeichnet sind,http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-gm/kodesuche/onlinefassungen/htmlgm2015/index.htmdarstellen.

 

ICD-Code
 

COPD - Erfahrungsberichte und Artikel

von Betroffenen und Angehörigen


Hier ein Artikel von einer lieben Freundin zu COPD.

Meine COPD Geschichte

18.08.2016 13:55

Mitte oder Ende der 90.er bemerkte ich beim Rasen mähen das mir irgendwie schnell die Puste ausging. Weiter nichts dabei gedacht "kommt sicher von der wenigen Bewegung" aber so nach und nach wurde es schlimmer. Der Arztbesuch musste folgen. Alles erklärt, mal abgehorcht und schon stand die Diagnose, Anstrengungsasthma. Es gab dann ein Spray, ich glaube es war damals Berodual mit dem Hinweis "wenn sie wissen das etwas körperlich Anstrengendes gleich getan werden muss dann nehmen sie ein Hub". Das war es dann beim Arzt. Gesagt getan und so hab ich es dann auch ein oder zwei Jahre gehandhabt. Eines Morgens im Dezember um 10 vor 5 , ja das war meine Weck Zeit, genau 5 Uhr 48 klingelte der Wecker.

 

Ich setzte mich auf und bemerkte einen Schmerz in der linken Brusthälfte , beim atmen tat es auch sehr weh. Blöd gelegen wird sich sicher gleich geben, nein es hörte nicht auf. Job , Job sein lassen und erst einmal auf zum Arzt. Die Arzthelferin , Frau des Doktors stellte schon mal vorab die Diagnose , "sicher etwas ausgerenkt". Rein zum Doc alles beschrieben was zwickt und zwackt und ich wurde geröntgt. "Es könnte ein Pneumothorax sein bin mir da aber nicht sicher, bitte fahren sie zum Radiologen". Gesagt getan auf zum Radiologen , der Verdacht bestätigte sich dann dort. Auf zum Hausarzt. Befund vorgelegt und ich bekam eine Einweisung ins Krankenhaus.

 

Dann mal ab nach hause Tasche packen, ein Bekannter fuhr mich dann ins Krankenhaus. Wie es so gemacht wird hier , mit samt Einweisung in den Wartebereich , Nümmerchen gezogen und brav gewartet bis ich dran war. In der Aufnahme dann spitze Ohren eines Arztes der dort vorbei huschte als ich der netten Dame in der Aufnahme erklärte warum ich denn dort wäre. Er tuschelte der Dame dann etwas ins Ohr und schon zwei Minuten später war ich dann im Schockraum. Ich erinnere mich nur noch an den Moment als ich mich auf die Liege legte , drei Stunden später wurde ich dann auf der Intensivstation wach.

 

Da ein Schlauch und Kabel überall. "Ja sie hatten einen Spannungspneumothorax und wir mussten sie reanimieren und schnell handeln , es ist soweit aber alles ok."

 

Am nächsten Tag. 

Ein netter Mann mit sehr freundlichem Gesicht kommt ans Bett " Hallo ich bin der Krankenhaus Pfarrer". In diesem Moment ist mir glaube ich alles aus dem Gesicht gefallen was fallen konnte. Dann sagte er "Ich besuche immer alle Patienten auf der Intensivstation."

Mit diesen Worten hätte er lieber seine Vorstellung beginnen sollen. Nach sieben Tagen Intensivstation folgten noch drei Tage auf der normalen Station und ich wurde mit den Worten entlassen.

 

"Sie haben COPD und ein Lungenemphysem und laufen rum wie eine Zeitbombe, es kann immer wieder geschehen."

Na prima COPD hatte ich nie zuvor etwas von gehört und schon gar nicht von einem Emphysem. Also ging mein erster Weg nicht aus dem Krankenhaus sondern in die Cafeteria dort stand ein Rechner mit dem man für einen Euro 10 min ins Internet konnte.

Hab mich dort dann erst einmal informiert was ich denn nun habe, die Ärzte hatte ja keine Zeit etwas zu erklären.

 

Wieder in der Heimat angekommen hatte ich sehr große Probleme mit dem Schlafen , die Angst wieder wach zu werden und alles würde von vorne beginnen machte mir das Leben schwer und auch die Familie hatte große Angst. Ich weiß nicht genau wie viele Monate vergingen bis zum zweiten Pneumothorax auf der linken Seite. Aber der zweite und der dritte waren nicht so problematisch, Drainage, Intensivstation einige Tage auf der normalen Station und ab ging es wieder nach hause. Man sagte mir aber ich sollte über eine Lungenoperation nachdenken und mich mal in Hannover vorstellen.

 

Monate vergingen und ich nahm Hannover in Angriff.

 

Man sagte mir dort es würde per Schlüsselloch gemacht und es gäbe keine große Narben. Als ich dann auf der Intensiv wieder wach wurde war es dann doch wohl nichts mit Schlüsselloch OP geworden. Einschnitte von der Achselhöhle bis kurz unter der Brust.

 

Aber Ok alles gut verlaufen 10 Tage etwa und ich kann wieder raus. Am 8.Tag zogen sie die Klammern und ich hatte irgend ein komisches Druckgefühl an der Narbe und einen Knubbel. "Aach das ist nichts machen sie sich keine Gedanken". Machte ich mir aber und bei der Visite nervte ich den Arzt so lang bis er sich eine Spritze holen lies und den Knüppel punktierte. "Oh was ist das denn".

 

Sie verließen zu Besprechung kurz das Zimmer. Kurz und knapp " sie haben dort eine Entzündung und wir müssen sie noch einmal operieren, oder alternativ. Wir öffnen hier grade die Nahtstelle etwas".

 

Ich wollte natürlich schnell wieder aus dem Krankenhaus raus also entschloss ich mich für die Alternative.....ein riesen Fehler. Da ja die Narbe noch ohne Gefühl war schnitten sie ,sie mir ohne Betäubung wieder auf. Aber so ganz ohne Gefühl war sie dann wohl doch nicht.

Die Suppe lief in Strömen aus der geöffneten Naht. Ps. alles im Zimmer auf dem Bett.

 

Dann gab es einige Tücher die mit Antibiotikum getränkt waren , drei immer jeweils so groß wie ein Blatt Zewa in die offene Wunde. Sie wurden dann täglich gewechselt, der reine Horror ich hab immer gedacht die stechen mir mit den Pinzetten in die Lunge. So wurden dann aus 10 Tagen 10 Wochen bis ich wieder die Heimreise antreten durfte. Aber mit dem netten Hinweis das wir uns wieder sehen würden da auch auf der rechten Seite ein großes Emphysem ist. Hat dann auch nicht lang gedauert bis der erste Pneumothorax rechts kam , dann der zweite und der dritte. Beim vierten fuhren sie mich dann gleich mit gelegter Drainage und Tatütata nach Hannover.

 

Die OP rechts, auch wieder nix mit Schlüsselloch verlief aber problemlos. Einige Exazerbationen späten die mir ein jedes mal etwas an Luft nahmen wurde ich dann im September 2012 sauerstoffpflichtig. Seit dem 1.6.03 bin ich zu 100% erwerbsunfähig. Ich wünsche mir für die Zukunft dass mein jetziger Zustand sich noch lang hält.

 

Ängste ?

Ja sicher habe ich die , nicht vor dem Tod aber vor dem langsamen immer mehr auf Hilfe angewiesen sein.

Ich glaube damit käme ich nicht zurecht.


Wie alles begann mit der COPD - 14 Nov - Erfahrungsberichte

COPD - Wie alles begann

30.09.2016 11:26

Plötzlich COPD - so kam es mir vor, weil ich keinerlei Vorboten hatte, wie z.B. Raucherhusten, Auswurf, Rasseln in der Lunge etc. Hier erzähle ich meine Geschichte: Wie begann alles und auf welchem Stand befinde ich mich heute. Ich werde diesen Artikel regelmäßig aktualisieren und erweitern.

 

Mein Name ist Dagmar Pesta, ich bin am 03.10.1964 in Lübeck geboren. Ich wurde durch eine Diagnosestellung des Krankenhauses St. Vinzenz als COPD II eingestuft anhand der Lungenfunktionsprüfung. Alle anderen Befunde waren unauffällig.

 

Ich bin Lehrerin von Beruf, arbeite an einer Haupt- und Realschule, und war in der Vergangenheit einmal bis keinmal pro Jahr krank – nicht immer wegen Erkältungen, die hatte ich verhältnismäßig selten, da ich ein überdurchschnittlich gutes Immunsystem hatte, welches entweder gar keine Infekte bekam oder diese nach wenigen Stunden und wenn es hoch kam, nach einem oder zwei Tage wieder los wurde.

Ich spiele seit 8 Jahren schottischen Dudelsack und habe auf dem Instrument bisher einige Auszeichnungen gewonnen und Prüfungen bestanden – trotz eingeschränkter Lungenfunktion kann ich immer noch stundenlang spielen. Ich bin auch Deutschlands erste zertifizierte Dudelsacklehrerin.

 

Im September 2014 wurde ich an eine Grundschule mit 10 Stunden teil abgeordnet. Da fing der Leidensweg an. Im Januar 2015 bekam ich den ersten Infekt, den ich zwar nach drei Tagen wie gewohnt mit Hausmitteln auskurieren konnte, dann kam aber ein Rückfall der schwereren Sorte mit Superinfektion inkl. Gürtelrose, so dass ich Antibiotika und ein Medikament gegen Viren bekam. Ich kurierte alles super aus, war etwas länger krank geschrieben, damit ich den Infekt richtig auskurieren konnte, was mir auch gut gelang. Danach ging es mir wieder gut – genauso gut wie früher. 

Den nächsten Infekt bekam ich im April 2015. Für mich sehr überraschend, da ich niemals mehr als einen Infekt pro Jahr hatte. Aber die Ansteckungsquelle waren sicher die Grundschulkinder, sowie ich das von ärztlicher Seite auch hörte, dass die Kinderviren andere sind und nicht jeder Körper kann damit umgehen. Ich sei das nicht gewöhnt, da ich ja nur mit Großen bisher gearbeitet hätte.

Auch diesen Infekt konnte ich super auskurieren und danach ging es mir auch wieder gut. 

Der nächste Infekt folgte im Juni 2015. Da habe ich mich nicht krankschreiben lassen, da wir mündliche Prüfungen in der Haupt- und Realschule hatten. Trotzdem schaffte ich es, den Infekt auszukurieren.

Kurz vor den Sommerferien kam ich in die MHH nach Hannover, um mich einer Einleitung der Hyposensibilisierung gegen Insektengift zu unterziehen. Die Therapie war vom 15.07. bis 17.07.2015. Ich beschloss, die Gelegenheit zu nutzen, um mit dem Rauchen aufzuhören, was mir sehr leicht fiel. Ich war nie ein besonders starker Raucher, rauchte im Durchschnitt 10 bis 15 Zigaretten pro Tag, wenn ich Urlaub hatte oder am Wochenende, waren es auch weniger. Häufig rauchte ich stundenlang nicht, was mich nicht störte. Deswegen fiel mir das Aufhören auch leicht.

 

Mir ging es gut während der Hyposensibilisierungen, und auch bei den Behandlungen danach. Ich vertrug das Gift sehr gut. Ein Wespenstich im August 2015 konnte mir nichts anhaben, da ich durch die kurze Hyposensibilisierung schon geschützt war.

 

aucherzeit hervorragende Lungen werte bis zum Schluss.

Ich hatte niemals in meinem Leben eine Lungenentzündung, kein allergisches oder nicht allergiscDie Sommerferien kamen und mir ging es sehr gut. Einerseits war da die Freude, dass ich nicht mehr in die Grundschule musste, andererseits ließ während der Sommerferien die Infektneigung nach, weil ich nicht mit kleinen Kindern zu tun hatte. Mir ging es gut, wir waren in Schottland im Urlaub, ich spielte dort wieder beim Wettbewerb mit, ansonsten waren wir sehr viel in Bewegung. Mir ging es sehr gut.

 

Dann fing im September die Schule wieder an und ich hörte Ende September, dass ich abgeordnet werden müsste mit 12 Stunden an eine andere Grundschule. Ich bettelte und bat, es nicht zu tun, da ich keine Krankheiten mehr haben wollte und ich mir meiner Gesundheit erst wieder sicher sein müsste, bevor ich so etwas wieder machen könnte.

 

Leider hörte man nicht auf mich. Ich musste also gehen und bekam kurz vor den Herbstferien wieder einen Infekt. Dieses Mal passierte etwas ganz Komisches: Ich bekam Reizhusten, der anfangs den ganzen Tag über ging, irgendwann war tagsüber Ruhe und er kam abends. Nachts war grundsätzlich Ruhe. Ich bekam Hustenblocker und Hustenlöser – nichts half. Es kam auch kein produktiver Husten. Ich bekam sogar Codein, was aber auch nichts half. Bis mein HNO-Arzt fünf Wochen später auf die Idee kam, ich könnte es ja mal mit Cortison probieren. Er verschrieb mir Budes (zweimal täglich) und ich bekam damit den Reizhusten in den Griff. Mit ging es wieder gut, ich konnte das Cortison absetzen. Allerdings hatte ich immer das Gefühl, dass ich mich nicht so ganz erholt hätte. Ich spürte manchmal eine leichte Schleimentwicklung im Rachen, die ziemlich nervig war, weil der Schleim sich nicht schlucken oder weg räuspern ließ. Seit November 2015 nehme ich Orthomol Immun, um das Immunsystem wieder zu stärken.

 

Ende Januar – zum Abschied von der Grundschule – denn ab Februar 2016 sollte ich wieder ganz an der Haupt- und Realschule sein – hinterließen mir die Kinder noch einen Infekt, trotz Orthomol Immun. Der Infekt war leichterer Natur. Mein Arzt sagte, wenn das mit dem Reizhusten wiederkommt, soll ich das Cortison wieder nehmen. Der Reizhusten kam wieder, ich nahm wieder Budes, konnte den Reizhusten innerhalb weniger Tage wieder eindämmen. Danach aber fiel mir auf, dass ich keinen ganzen Satz sprechen konnte ohne Luft zu holen, dass sich immer noch Schleim im Rachen bildet und dass ich manchmal sehr tief einatmen musste und dabei das Gefühl hatte, die Brust ist zu eng für die ganze Luft.

 

Ich ging am 29. Februar 2016 zu einer Ärztin, da mein Hausarzt nicht da war. Sie machte eine Spirometrie, die ich FEV1 = 78 % abschloss, aber sie sah diese typische abgeflachte Kurve und meinte, die würde auf Asthma Bronchiale oder COPD hindeuten. Das EKG, welches sie machte, war in Ordnung.

Sie verschrieb mir Foster. Ich fand das eigentlich ganz gut zur Weitstellung der Bronchien, aber als ich am 22. März 2016 bei meinem Hausarzt eine Spirometrie machen ließ, war der FEV1-Wert nur auf 62 %, trotz Foster. Innerhalb von einem Monat ist der FEV1-Wert um 16 % gesunken! Der Hausarzt tippte auf Infektasthma oder eine Mischform zwischen Asthma und COPD.

Ich machte einen Termin bei einem Lungenarzt in Salzgitter für den 29.04.2016 aus. Dieser machte eine Lungenfunktionsprüfung in einem Glaskasten. Das war das erste Mal, dass ich in so einer Kabine saß und sicher habe ich auch nicht alles richtig gemacht.

 

Bei der Besprechung fragte er, ob ich mal geraucht hätte. Als ich bejahte, sagte er, ich hätte COPD, hätte nur noch eine Lungenfunktion von 50 %. Er hörte sich meinen Bericht gar nicht an. Er meinte, ob mich der Husten am meisten stört, er glaubte mir nicht, dass ich niemals Raucherhusten hatte und dass ich jetzt weder Husten, noch Atemnot, noch Auswurf hatte. Er verschrieb mir weiter Foster, obwohl ich ihm sagte, dass das Medikament nichts bringe. Als Bedarfsmedikament verschrieb er mir noch Berodual, welches ich niemals benutzt habe. Dann sagte er, ich solle in 6 Wochen wiederkommen, er mache dann wieder eine Lungenfunktionsprüfung, dann könne er sehen, wie sich das entwickelt. Er ließ mich laufen ohne weitergehende Untersuchungen, bis auf das Abhören der Lunge, die aber komplett frei war. Keine Verschleimung, kein Rasseln. Trotzdem schrieb er auf seinen Bericht für den Hausarzt „Raucherbronchitis“. Dabei habe ich doch gar keine Bronchitis.

Der Lungenarzt in Salzgitter hatte gelogen mit 50 %. Ich habe mir nachträglich den Ausdruck der Lungenfunktionsprüfung aushändigen lassen. Es waren FEV1 = 73 %.

 

Da ich sehr sauer über diese miese Behandlung war, habe ich mich selbst ins St. Vinzenz eingewiesen, um mich auf den Kopf stellen zu lassen. Ich kam am 09.05.2016 und ging am 17.05.2016. Bis auf die Lungenfunktion waren alle anderen Befunde o.B., was mich sehr freute. Ich bekam Ultibro, ein Medikament, mit dem ich sehr gut zurechtkomme. Ich habe keinerlei Nebenwirkungen und fühle mich auch sonst die meiste Zeit gut.

 

Stand der Symptome zu dem Zeitpunkt: Häufig sehr nervige Schleimentwicklung im Rachen, manchmal fühlen sich die Bronchien entzündet an wie bei einem Infekt. Kein Husten, kein Auswurf, keine Atemnot. Körperlich bestes Befinden bei Bewegung und Belastung. Körperlich schlechteres Befinden bei Ruhe (außer bei totaler Ruhe nachts – da geht es mir immer gut).

 

Ich habe seit Anfang Februar keinen Infekt mehr gehabt und glaube schlicht und einfach, dass die COPD durch die Infekte gefördert wurde.

 

Frühere Atemwegserkrankungen: Als Kind hatte ich die ersten 7 Jahre meines Lebens spastische Bronchitis, die aber laut Kinderarzt komplett ausheilte. Außerdem hatte ich Keuchhusten wie viele Kinder. Dieser verlief zeitgleich mit der spastischen Bronchitis.

Danach hatte ich nur immer Infekte ohne große bronchiale Beteiligung. Eine akute spastische Bronchitis hatte ich im Jahre 2001, wo auch die Lunge geröntgt wurde wegen Verdachts auf Lungenentzündung, der sich glücklicherweise nicht bestätigte.

Danach hatte ich keine Erkrankungen mehr, die mit einer akuten Bronchitis einhergingen.

Eine einfache chronische Bronchitis (Raucherhusten) habe ich nie gehabt – ebenso wenig hatte ich irgendwelche Symptome, die im Vorfeld auf eine COPD hindeuteten. Ich hatte während meiner Rhes Asthma, keine Atemnot oder sonstiges, was auf eine Erkrankung der Lunge hindeuten könnte.

 

Heutige Einschränkungen: Keine! Keine Atemnot bei Belastung – ich kann Treppen steigen und mache es jetzt auch immer. Gesunde kommen eher außer Atem als ich. Kein Husten, kein Auswurf. Ich arbeite und lebe mein ganz normales Leben weiter, mache jetzt aber mehr Sport. Ich habe mich zwar nie besonders schlecht ernährt, achte aber jetzt mehr auf gesunde Ernährung und habe mir vorgenommen, etwas Gewicht zu reduzieren.

 

Ich habe nun auch alternative Medizin und leichte Ernährungsumstellungen mit in mein Leben einbezogen und habe es geschafft, durch die Einnahme von Broccoraphan und einen nächtlichen Sole-Rauminhalator die Entzündungen in den Bronchien weg zubekommen und bin jetzt so symptomfrei wie vor dem Wissen um die Erkrankung.

 

Wo führt die COPD hin? Werde ich doch noch gesund?

Heute 00:11

Nachdem ich nun den Beginn meiner COPD in diesem Blog veröffentlicht habe, kann ich nun auch über den IST-Zustand berichten, denn ich bin seit 14 Tagen ohne Medikament! Der LuFa setzte mein Medikament ab, weil ich ohne Medikament bessere Werte gepustet habe als mit.

Am 14.12.2016 war mein Kontrolltermin beim LuFa. Meine Werte waren eigentlich recht ordentlich, genauso wie meine Entlassungswerte aus dem Krankenhaus im Mai 2016.

Ich bekam ja im Krankenhaus damals meine Diagnose und das Medikament "Ultibro Breezhaler". Das war mein einziges Medikament. Ein anderes bekam ich nicht.
Ich nahm dieses Medikament brav jeden Tag, allerdings hatte ich nicht unbedingt das Gefühl, dass das Medikament mir hilft. 

Die Schleimbildung schaltete es nicht aus. Ich spürte trotzdem die Verengung der Bronchien manchmal und am Tage vor Einnahme des Medikaments geht es mir gut, obwohl die Wirkung des Vortages ja schon nachlassen müsste.

Ich merkte bei der Kontrolluntersuchung an, dass ich nicht der Meinung bin, dass Ultibro hilft. Ich freue mich allerdings darüber, dass es so gut verträglich ist.

So ordnete der LuFa eine Lufu ohne Medikament an für eine Woche später.

Am 21.12.2016 war es dann soweit: Ich nahm das Medikament nicht und war ein bisschen nervös. Mir ging es sehr gut, den ganzen Tag über. Keine bronchiale Verengung, so dass ich mich selbst schon fragte, warum ich das Medikament eigentlich nehmen musste.

Beim Lufa legte ich dann einen FEV1-Wert von 80 % hin. Ohne Medikament! Der Wert war besser als mit Medikament. Der LuFa stufte mich von COPD II auf COPD I hoch und setzte mein Medikament ab.

Auf meinen Wunsch verschrieb er mir für den Bedarf Berodual Respimat. Ich musste es einmal abends nehmen bisher, weil sich die Bronchien da unangenehm verengt haben. Dieses Medikament half wenigstens: Innerhalb von 10 Minuten waren die Bronchien wieder frei. Ich hatte solche Dinge auch mit Ultibro erlebt, deswegen war mir schleierhaft, warum ich ein Medikament nehmen sollte, was nicht hilft.

Nun habe ich seit 14 Tagen kein Ultibro mehr und mir geht es nach wie vor gut. Ich habe meinen normalen Tagesablauf, mache meine Hausarbeit, spiele Dudelsack, mache Sport - und alles gut.

Offensichtlich hatte ich durch Ultibto doch Nebenwirkungen. Das merke ich erst jetzt, seit ich das Medikament nicht mehr nehme, dass bestimmte Unpässlichkeiten wieder weg sind. So zum Beispiel habe ich kein Blut mehr im Taschentuch beim Naseputzen, bin nicht mehr so schnell müde und kann mich auch wieder besser konzentrieren.

Im Nachhinein wird mir einiges klar, warum Ärzte immer zu mir sagen, ich würde nicht in das Schema eines üblichen COPD-Kranken passen. Weil ich offensichtlich nur eine reine Verengung der Atemwege habe, die wahrscheinlich durch Rauchen oder auch durch die vielen Infekte, die ich 2014/12015 hatte, entstanden ist, die sich aber vielleicht wieder regenerieren kann.

Ich habe seit 11 Monaten keinen Infekt mehr gehabt!
Ich glaube an meine Gesundung!
Ich glaube auch an die Gesundung von vielen anderen, die an ihre eigene Gesundung nicht glauben!

Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es weiter geht.

 


Betroffene berichten

 

 

Eine Krankheit, die langsam voran schleicht

 

Mein Mann leidet seit vielen Jahren an COPD. Diese Krankheit schleicht langsam voran. Wichtig ist, dass der Betroffene in einer Lungenfacharztpraxis gut betreut wird! Inzwischen gibt es gute Medikamente zum Inhalieren und zusätzlich zum Einnehmen. Die Krankheit gilt als unheilbar, da Lungenbläschen zusammenkleben und platzen. Der Betroffene bekommt dadurch immer weniger Sauerstoff. Durch die guten Medikamente lässt es sich einigermaßen leben. Die Belastbarkeit wird immer weniger mit der Zeit. Spaziergänge sind kaum noch möglich. Inzwischen ist mein Mann 80 Jahre alt. Seit einer schweren Bronchitis haben wir ein Sauerstoffgerät im Haus. Ab und zu wird er ans Gerät angeschlossen, dann bekommt er konzentrierten Sauerstoff, das tut ihm gut. Wir führen, soweit es geht, ein normales Leben, mit Familie und Freunden, und freuen uns jeden Tag, dass wir uns noch haben.

 

Ich konnte es gar nicht glauben

 

Als wieder einmal eine Untersuchung anstand, bin ich gleich zu den Fachärzten gegangen, darunter auch eine Lungenärztin. Diese hat dann

festgestellt, dass ich unter COPD Typ III leide. Ich konnte es gar nicht glauben, denn von den Beschwerden her, die man so im Alter bekommt, habe ich auf mein Herz getippt. So kommt es oft anders, als man denkt. 

Ich habe dann eine radikale Cortison-Therapie angefangen, die sich über den Zeitraum von ca. einem Monat erstreckte. Zusätzlich bekam ich ein Inhalationsgerät, welches ich immer noch täglich verwende. 

Ich gehe auch seit August vorigen Jahres jeden 2. Tag zum Kieser-Training.

Als ich das der Ärztin sagte, meinte sie: "Das ist das Beste, was Sie tun können!" Seitdem versuche ich stets konsequent meine Trainingseinheiten einzuhalten. Zusätzlich gehe ich im Wald und im Feld spazieren und erklimme auch kleinere Steigungen, zwar langsam jedoch ist es ist ein gutes Training. Anschließend bin ich immer sehr stolz, die vorgenommene Strecke zurückgelegt zu haben. Die Stiegen meide ich nicht mehr, sondern nehme sie als Trainingspartner, und es klappt. Im Juli diesen Jahres habe ich dann eine CT (Computertomographie) und wir werden sehen, was der Befund dann zeigt.

 

Liebe COPD-ler, lasst nicht den Kopf hängen, sondern unternehmt etwas, immer ein bisschen, nicht übertreiben und vor allem, schaltet ein paar Stufen zurück, auch ich mache das.

 

Es braucht Zeit, die Krankheit anzunehmen

 

Im Jahr 2000 ist mein Ehemann an Krebs verstorben. Bis dahin war ich gesund und munter. Doch dann ging es im Jahr 2004 los mit Atemnot. Ich war selbst in einem Krankenhaus tätig, und man diagnostizierte bei mir COPD. 

Ich habe dann ambulant einen Lungenfacharzt aufgesucht und bekam ein Asthma-Spray, was ich aber nur hin und wieder nahm. Es folgte eine Kur in Heiligendamm an der Ostsee, damals.

Sport ist mir wichtig. Vor 4 Jahren wurde bei mir die Diagnose COPD gestellt. Ich bekomme einmal im Jahr eine Bronchitis, manchmal auch zweimal. Dieses Jahr hatte ich noch keine Bronchitis. Meine Beschwerden sind Luftnot wenn ich bergauf gehe oder mit dem Fahrrad fahre. Ich treibe viel Sport, 2-mal in der Woche Gymnastik in der Gruppe, Fahrradfahren, Skilanglauf oder Nordic Walking. Vor drei Jahren hatte ich eine ambulante Kur an der Nordsee. Ich mache Atemgymnastik morgens und abends. Bis jetzt kann ich mit meiner Krankheit gut leben.

 

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Mein Leben mit COPD

 

Dieser Bericht soll das Wissen um diese sich immer mehr verbreitende Krankheit vertiefen um sowohl Patienten als auch deren Angehörigen zu helfen. Auch für mich selber soll dadurch die Erkrankung und deren Folgen ins rechte Licht gerückt werden. So habe ich mich mit der COPD abgefunden, aber Freunde behaupten, ich nähme sie nicht ernst genug, während ich meine, gelernt zu haben ganz gut damit umzugehen. Tatsache ist, dass ich zwar etliches nicht mehr, oder nicht so gut wie früher kann, aber meinen Humor hab ich nicht verloren und das Leben finde ich noch immer schön. 

Nun COPD ist eine entzündliche Erkrankung der Lunge, welche unbehandelt die Bronchien verkrampft, so dass die eingeatmete Luft nicht wieder raus kann und so das Einatmen erschwert. Wo nichts raus kann, kann auch nichts reinkommen, leider. Durch die Überfüllung der Lunge werden dann auch fortschleichend die Lungenbläschen zerstört, was die Lunge zusätzlich schädigt und letztlich die Sauerstoffversorgung des Körpers ganz unmöglich machen kann. Dann muss reiner Sauerstoff eingeatmet werden, der von Maschinen oder aus Sauerstoffflaschen kommt.

 

Anfang

 

Es war ein grauer Tag. Ein Tag, der mein Leben entscheidend verändern sollte. Schon in der Früh war ich mit schwachen Beinen und einem leichten Schwindelgefühl aufgewacht. Soll ich heute fahren, so fragte ich mich. Aber ein Blick aufs Datum und in mein leeres Geldbörse überzeugte mich letztlich doch von der Notwendigkeit. Damals war ich Taxilenker und ich war es nicht so sehr des Geldes wegen, sondern ich liebte die gewisse Freiheit dieses Berufes und ich hatte viel lieber mit Menschen, als mit Waren oder Statistiken zu tun.

Also bestieg ich das Fahrzeug, das wie meistens gleich bei meiner Haustüre stand und fuhr los, jedoch mein Befinden besserte sich keineswegs. Und ich fuhr wie belämmert durch die Gegend und das hätte für mich eigentlich ein höchstes Alarmzeichen sein müssen. Doch so nahm das Verhängnis seinen Lauf. Als ich nämlich am Taxistandplatz ankam und einparken wollte, fuhr ich das Auto eines Kollegen an und beschädigte es. Dieser jedoch hatte meinen Zustand erkannt, ich litt plötzlich auch an starker Atemnot, und er verständigte Polizei und Rettung. So konnte ich mein Befinden nicht mehr verharmlosen oder gar ausweichen und fuhr also mit der Rettung mit auf die Baumgartner Höhe. Dies war eine sehr bekannte und äußerst gute Lungenklinik in Wien aus der ich erst drei Monate später nach Hause zurückkehren sollte. Ich hatte eine starke Lungenentzündung gehabt, meine Lunge war kollabiert und nun hatte ich COPD. Und das veränderte mein Leben radikal.

Bei den Schwestern und Ärzten hatte ich mich, dank meiner stets guten Laune, beliebt gemacht. Außerdem erinnerte ich mich an das kleine Zauberwörtchen „bitte“, das Türen und Tore öffnen konnte. Jedenfalls hatte ich im Verlauf der Krankheit bereits das letzte etwa noch vorhandene Restchen von Hochmut verloren. Die ganze Zeit hindurch war ich durch eine Hausleitung mit Sauerstoff versorgt worden, meine Lunge hatte bereits soviel an Atemvolumen verloren, dass der Sauerstoff in der eingeatmeten Luft zur Versorgung des Körpers zu wenig war. Eines Morgens, als ich bereits aufstehen durfte bekam ich ein mobiles Sauerstoffgerät zur Verfügung gestellt. So konnte ich jetzt meinen Bewegungskreis vergrößern und versuchen wieder mobil zu werden. 

Das Gerät, das mich mit Sauerstoff zum Atmen versorgte, sollte mich fortan, wahrscheinlich für immer begleiten. Und da ich die Versorgung über das Gerät gut vertrug, damit wunderbar umgehen und auch leben konnte, wurde ich sogar für Werbung fotografiert. Das sollte auch anderen Betroffenen zeigen, dass das Leben auch unter diesen Umständen schön sein kann, und man auch eine gewisse Bewegungsfreiheit nicht vermissen muss.

Einige Zeit verbrachte ich noch in dem Spital, wo meine Medikamente, sie waren auch weiterhin nötig, richtig abgestimmt wurden. Ich war indessen schon fleißig unterwegs. Nur Steigungen und Stiegen brachten mich in Atemnot (und sie tun es auch heute noch). Aber jeder Meter mehr, den ich schaffte brachte mich meiner Freiheit einen Schritt näher.

Meine bisherige Wohnung im vierten Stock ohne Lift musste ich aufgeben, da ich die vielen Stufen einfach nicht mehr bewältigte, aber ich bekam zum Glück sehr schnell eine ebenerdige Gemeindewohnung. Die Wege zu den öffentlichen Verkehrsmitteln waren hier in Wien auch recht kurz und die Nahversorgung mit allem Notwendigen war ideal. Außerdem war ich in einer Rehaklinik bereits vorgemerkt. Hier sollte ich meinen Gesundheitszustand weitgehend wieder herzustellen und besser mit der Krankheit umgehen zu lernen, und die notwendigen Heilmethoden besser nutzen zu können. Insofern waren die Voraussetzungen für mein neues Leben geradezu ideal.

Als es so weit war, wurde ich mit einem Krankenwagen, wegen meiner eingeschränkten Mobilität und der entsprechenden Sauerstoffversorgung, nach Weyer transportiert. Das ist eine malerische Marktgemeinde im oberösterreichischen Alpenvorland und die Klinik lag auf einer Anhöhe ca. 150 Meter höher als der Ort. In dieser hügeligen Landschaft gibt es keine Industrie, nur mäßigen Verkehr, viel Landwirtschaft (diese Gegend ist als Mostviertel bekannt) und Wald. Beim Aussteigen war ich überwältigt von dieser sauberen Luft, und der Natur, welche eine majestätische Ruhe ausstrahlte. Ich hatte sofort das Gefühl, dass mir der Aufenthalt, unabhängig von der weiteren Behandlung, sehr gut tun würde. War ja nur die schlechte Großstadtluft gewöhnt.

Leider hatte ich im Moment nicht zu viel Zeit, das zu genießen, denn mein Gepäck wurde in die Eingangshalle gebracht und ich musste zum Empfang. Obwohl außer mir noch einige Leute gekommen waren lief alles sehr routiniert, in einer freundlich warmen Atmosphäre ohne jegliche Drängelei ab. Mit gezielten Fragen wurden die notwendigen Daten aufgenommen, ich bekam sämtliche notwendigen Informationen und weitere Fragen wurden mir ausgiebig und freundlich beantwortet. Dann bekam ich mein Zimmer samt Schlüssel zugewiesen und ein Zivildienstler brachte mein Gepäck dorthin. Mein Zimmer befand sich im ersten Stock mit einem Balkon und wunderbaren Ausblick auf die waldige Gebirgslandschaft.

Das Zimmer war praktisch eingerichtet, strahlte aber trotzdem Wärme aus und wirkte auf keinen Fall steril und auch die Dusche war selbst für Behinderte gut eingerichtet. 

Inzwischen war es Zeit zum Mittagstisch. Der große, aber freundlich helle Speisesaal lag in einem anderen Trakt und der Weg dorthin war nicht allzu weit und über Stiegen, wie auch mit Liften leicht zu erreichen. Beim Eingang wurden wir dazu angehalten die Hände zu desinfizieren. Das wurde uns auch später bei einem Vortrag klar verdeutlicht und ist auch bei der Menge der gleichzeitig anwesenden Menschen mit Lungenproblemen als durchaus notwendig einzusehen. Ich bekam von einer freundlichen Saalaufsicht meinen Platz zugewiesen. Der war schon am Vortag eingerichtet worden und richtete sich nach dem Tag der Ankunft und der Zimmernummer, so dass der Überblick gewahrt wurde. Das Essen wurde, von flinken, geschickten, aber auch sehr freundlichen „Kellnerinnen“ serviert. Den Salat konnte man sich an einem Buffet selber holen, nach eigenem Wunsch zusammenstellen mit eigenem Dressing.

Das Essen selber war ausreichend, sehr schmackhaft, abwechslungsreich und deckte vollständig den Bedarf an allem Notwendigen. Wo nötig gab es auch entsprechende Diäten.

Ja und zusätzlich konnte man sich wöchentlich den Speiseplan aus drei Menus selber zusammenstellen. Das äußerst reichhaltige Frühstück konnte man sich am Buffet selber zusammenstellen und an den Tisch holen, oder falls nötig auch bringen lassen. Während der ganzen Zeit meines Aufenthaltes fand ich am Essen absolut nichts auszusetzen.

Ja und dann am nächsten Tag wurde es ernst. Ich musste zusammen mit den anderen Neuankömmlingen zeitig aufstehen und die medizinischen Untersuchungen begannen mit Stuhl- und Harnproben und Blutabnahme. Dann kamen noch Spirometrie, Ergometrie und Lungenröntgen hinzu, wo der Zustand der Lunge sowie das Atemvolumen festgestellt wurden. Alles geschah routiniert, schnell und schmerzlos. Das Ganze wurde dann noch durch ein Arztgespräch abgerundet, so dass dann ein Behandlungsplan erstellt werden konnte. 

Die medizinische Leitung der Anstalt lag in der Hand eines überaus erfahrenen Primararztes, der mit viel Umsicht die neuesten Behandlungsmethoden eingeführt hatte und bestens informiert über pharmazeutische Mittel war und auch wirklich gute Ärzte als Mitarbeiter hatte. Die Devise hier war, das Wissen über diese Krankheit, die Kräfte der Patienten so zu stärken, dass sie selbstständig etwas zu ihrer Heilung beitragen können. Auf jeden Fall wurden meine Medikamente überprüft und wo nötig durch bessere ergänzt. Ferner sollte hier durch gezieltes Training mein gesamter Muskelapparat und durch entsprechende Atemübungen auch meine Lunge gestärkt werden. Gesunde Umgebung und Ernährung, die Medikamente und Bewegung samt Lungentraining waren hier ein ganzheitliche Konzept, die Säulen auf dem Weg der Besserung. Gänzlich heilen lässt sich ja, zumindest heutzutage, diese Krankheit noch nicht.

So verbrachte ich also die vorgesehenen drei Wochen, in denen mein Fortschritt ständig überprüft und dokumentiert wurde. Und bereits Mitte der ersten Woche war ich zu einem für mich jetzt großen Spaziergang von ca. einem Kilometer fähig. Zwar in der doppelten Zeit als früher aber es ging und ich genoss es und überhaupt hatte sich mein ganzes Leben entschleunigt. Zur Belohnung trank ich dort genussvoll ein Bier. In der Anstalt selber gab es ja so etwas nicht und das war durchaus sinnvoll. Auch in der Freizeit gab es genug Unterhaltung im Haus, Vorträge und Kurse, sowie ein Hallenbad, welches uns außerhalb der Therapiezeiten zur Verfügung stand. Zweimal in der Woche konnte man mit einem Kleinbus in den Markt herunter fahren um Einkäufe zu tätigen und sich umzusehen. Nach zwei Stunden wurde man wieder zurückgebracht. Auch gab es sonn- und feiertags gegen einen geringen Unkostenbeitrag sehr schöne und lehrreiche Ausflüge in die nähere Umgebung und das Ennstal. So besichtigte ich unter anderem eine noch intakte Wassermühle die von der Gaflenz angetrieben wurde und eine alte Nagelschmiede, Handwerksbetriebe wie sie vor 150 Jahren dort ansässig waren. 

Bis jetzt habe ich von der wunderschönen Umgebung, von der guten Verköstigung, von mir und von der ausgezeichneten medizinischen Betreuung berichtet. Damit so etwas reibungslos abläuft bedarf es einer gut funktionierenden Verwaltung, waren doch große Mengen an Nahrungsmitteln einzukaufen und zu lagern, die Gebäude instand zu halten, Gebrechen zu beheben und auch das umfangreiche Personal musste organisiert und entsprechend eingesetzt werden. Da gab es Küchen-, Servierpersonal, Reinigungskräfte und Hausarbeiter. Und da waren auch noch das Pflegepersonal und die Physiotherapeuten, alles qualifizierte Kräfte. Was mir besonders auffiel, es war kein böses Wort oder gar Streit zu hören und die Menschen hier schienen ihre Arbeit zu lieben.

Ja, so fühlten sich die Patienten sehr wohl und für ihre Gesundung waren die besten Voraussetzungen gegeben. Ich wurde also wieder nach Wien gebracht und veränderte meinen Alltag entsprechend. Meine Zeit verbringe ich nun indem ich sorgfältig darauf achte, spazieren zu gehen, Bewegung im Freien zu machen, mich mehr mit Menschen zu treffen. Und ich schaue jetzt viel mehr auf Kleinigkeiten, die das Leben so schön machen und viel Freude bereiten können.

Hallo allesamt,

bevor ich mit meiner Atemnot und Husten beginnen, möchte ich kurz einen Überblick der letzen 5 Jahre nahelegen.Ich habe bis 2001/2002 täglich 3-5h verschiedenste
Sportarten betrieben (Handball, Schwimmen, Fussball, Squash, etc.. ), hatte jedoch 2001 zweimal einen 3fachen Bänderriss im linken Knöchel und Seitenbandanriss am linken Knie.
Meine Genesung hat über 8 Monate gedauert, nur womit ich nicht rechnen konnte, war mein innerer Schweinehund, den ich danach aus Angst nicht mehr besiegen konnte.
Es dauerte ein weiteres Jahr, bis ich wieder anfing, einige Stunden mit dem Fahrrad herumzufahren, um mich selbst wieder auszubauen.
Während dieser Zeit habe ich mir anscheinend auch einen Grippevirus eingefangen, der mich 12 Tage völlig bewegungsunfähig und komplett bettlägerig machte.
Meine Angst, die sportfreie Zeit hat natürlich auch dazu beigetragen, dass ich einiges an Gewicht zugenommen habe.
Obwohl ich wieder Sport in sehr geringem Maße machte, kamen und gingen die Beschwerden absolut unerwartet, wie Kurzatmigkeit, absolute Erschöpfung, was ich von früher nicht kannte, Schwindel und extrem starker Husten mit
grün-gelblich-rötlichem Auswurf.
Daraufhin ließ ich einen kompletten Check durchführen von meinem damaligen Hausarzt.
Jedenfalls wurde April 2003 bei mir Hepatitis B festgestellt und die damit verbundenen Laborwerte ( keine Ahnung, woher ich das habe ). Eine Therapie habe ich damals jedoch von meinem damaligen Arzt nicht erhalten. ( Er meinte, es sei nicht schlimm und auch nicht akut, insofern nicht therapiebedürftig, ich habs ihm geglaubt. )
Aber meine körperliche Situation wurde von Tag zu Tag schlimmer und ich nahm immer mehr zu, obwohl ich kaum was aß, meine Beine wurde dicker und ich konnte immer schlechter atmen, bis ich irgendwann nach über einem weiteren Jahr
meine Lungenfachärztin aufgesucht habe, die mich während meiner Jugend therapierte.( Ich bin von Kind an Asthmatiker, Allergiker und habe chronische Bronchitis.) Und solange ich
Sport trieb, hatte ich keine Probleme. Ich habe zwar auch mal geraucht, was ich ehrlich zugeben muss, dennoch habe ich mich nicht als Kettenraucher betrachtet, da ich gelegentlich rauchte. Aber zum Zeitpunkt meiner Beschwerden hatte ich
bereits über ein Jahr lang mit dem Rauschen aufgehört und rauche auch bis heute nicht. (stolzer Exraucher).
Meine Lungenfachärztin hat mich mit 230/150 Bluthochdruck unverzüglich sofort ins Krankenhaus eingewiesen.
Die haben mir dort mit Tabletten und Spritzen meinen Blutdruck gesenkt und mich nach etwa 7h wieder entlassen.
Im Sommer 2004 wurde ich dann von einem Kardiologen, der ebenfalls auf Überweisung meiner Lungenfachärztin eine Untersuchung durchführte, ohne wenn und aber direkt ins
Charite eingeliefert. Ich hatte beidseitige Herzmuskelschwäche mit einer Pumpleistung von 26%.
Mein Glück kann ich dazu nur sagen, denn drei Tage später erlitt ich dort einen Herzstillstand und war 10 Minuten 'dead', wie man mir berichtete.
Alles nochmal gut gegangen, werde seitdem medikamentös behandelt. Habe auch eine Kur hinter mir, was mich nur wundert ist, dass nichts gegen mein Husten unternommen wurde.
Ich habe nach wie vor gehustet und ständig über Atemnot geklagt. Ich bekam zu hören, dass es vom herzen kommt und
dass meine Körper viel zu regenerieren hätte.
Naja, man sagt okay und verlässt sich auf die Aussagen.
Aber im Juni dieses Jahres lief gar nichts mehr.
Ich konnte nicht mehr gehen, ohne gleich ein Sauerstoffzelt zu verlangen und ich wurde mit einer schweren COPD mit eitrigem Auswurf erneut ins Krankenhaus eingeliefert.
Wie so üblich wurde ich dort eine Woche lang mit Medikamenten & Infusionen vollgepumpt und konnte wieder atmen und gehen.
Obwohl ich auch im Krankenhaus zweimal eine Hustensynkope hatte ( man wird bewusstlos durch das starke Husten ) und mir mein Kopf beim Sturz gestoßen habe hat man mich nach
einer Woche entlassen.
Ich werde zwar weiterhin medikamentös behandelt, aber mein husten wird von Tag zu Tag schlimmer und während des Husten teilweise mir schwarz vor Augen. Ich bin dann etwas benebelt.
Ich kann wegen dem Husten nicht schlafen, nicht liegen und auch nicht lange sitzen.
Es ist mittlerweile so, dass ich mich in eine Ecke verkrieche und weinend in der Ecke kauere, weil mich die Schmerzen, die Umstände fertig machen.
Und das merkwürdigste an der ganzen Sache ist, dass mir immer beim Husten zwischen den Schulterblättern an immer der gleichen Stelle wehtut, so als ob man mir mit einer Nadel
ständig bewusst reinpickst und die Schmerzen hervorruft.
Jedenfalls sind das keine erträglichen Umstände, was das Leben lebenswerter macht.
Nebenbei erwähnt sind meine restlichen Laborwerte alle sehr zufriedenstellend, kein Cholesterin, keine Triglyceride, ...
bis auf die Leberwerte. Achso, ich trinke übrigens nicht. Nicht dass da falsche Schlüsse gezogen werden.
Ernähre mich weitestgehend gesund und befolge die Ratschläge der Ernährungsberaterin.

So und nun zu meiner Frage:

Was um alles in der Welt kann ich tun, um diese scheiß-verflixten Schmerzen incl. dem ständigen Husten loszuwerden oder soweit einzudämmen, dass das Leben auch mit
den Diagnosen noch lebenswert bleibt.
Ich finde auf Grund meiner Krankengeschichte keine Arbeit, was ich völlig nachvollziehen kann. Ich kann kaum etwas unternehmen, ohne gleich unangenehm aufzufallen. Kino ist
tabu, da ich wegen dem Husten die Leute störe.
Cafes & Restaurants sind tabu, da durch das ständige Abhusten sogar mir das richtig unangenehm ist.

Ich bin 35 und fühle mich wie ein Wrack, das einfach so vor sich hin vegetiert.

Zur zeit kann ich kaum ein paar Schritte machen, ohne gleich am nächsten Mast mich festzuhalten, um gleich abzuhusten und nach Luft zu schnappen.

Bin völlig am Ende mit meinen Nerven.
Komme mit all den Umständen nicht mehr ganz klar.
Hat jemand vielleicht eine Möglichkeit oder einen Tipp, wie
ich alles lebenswerter machen kann ?

Danke für eure Antworten.

PS: Verzeiht, wenn ich soviel geschrieben habe, aber ich
hatte das Bedürfnis, euch nicht im Unklaren zu lassen.

Ein Anonymer